unserer Themenfelder
Willkommen am Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften (WIVW GmbH)!
Ihr Partner für innovative Human-Factors-Forschung im Bereich der Verkehrswissenschaften
Unser interdisziplinäres Team aus Fachleuten der Bereiche Psychologie, Ingenieurwissenschaften und Informatik unterstützt Sie kompetent als Forschungspartner im Bereich Human Factors. Wir adressieren komplexe Forschungs- und Entwicklungsfragen von Marktführern in der Mobilitätsbranche und sind Partner in zahlreichen öffentlich geförderten nationalen und internationalen Großprojekten.
Individuelle Fahrsimulationslösungen für Wissenschaft und Ausbildung
Basierend auf unserer eigens entwickelten Software SILAB® entwerfen, implementieren und vertreiben wir individuelle Simulator- und Simulationslösungen. SILAB wurde speziell für wissenschaftliche Zwecke konzipiert und wird in enger Zusammenarbeit mit unseren Anwendern kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Forschung und Entwicklung ermöglicht dies auch den zielführenden Einsatz von Fahrsimulatoren für Trainings und Fahrausbildung.
Aktuelles
- Oktober
2026 Veröffentlichung zu ADAS Driver Training EvaluationMit dem zunehmenden Einsatz von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) wächst auch der Bedarf an wirksamen Fahrertrainings. Doch inwieweit können diese das Wissen, die Einstellung und die Absichten in Bezug auf ADAS tatsächlich verbessern?
Im Rahmen des von der EU finanzierten Hi-Drive-Projekts wurde ein ADAS-Fahrtrainingskonzept entwickelt und in vier europäischen Ländern evaluiert. Das Training wurde von den Automobilclubs ADAC, AMZS, RACC und RACB durchgeführt und kombinierte theoretischen Unterricht im Schulungsraum mit praktischen Übungen auf Teststrecken und öffentlichen Straßen. Insgesamt füllten 166 Teilnehmende vor und nach dem Training Fragebögen aus.
Die Ergebnisse zeigten, dass das Training das Wissen der Teilnehmenden über den Zweck, die Handhabung und die Grenzen von ADAS-Systemen deutlich verbesserte. Gleichzeitig blieben jedoch einige Missverständnisse bestehen. Interessanterweise blieben die wahrgenommene Sicherheit und das Vertrauen in ADAS unverändert, während die Bereitschaft zur Nutzung von ADAS sowie die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit und der Nutzen zunahmen. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass ein effektives ADAS-Training über die reine Vermittlung von Informationen hinausgehen sollte. Ebenso wichtig ist es, bestehende Missverständnisse zu erkennen und anzugehen.
Ein großes Dankeschön an die Automobilclubs ADAC, AMZS, RACC und RACB sowie an alle Hi-Drive-Partner, die zur Entwicklung und Durchführung der Schulung beigetragen haben! Die Evaluation des Trainings wurde gemeinsam vom WIVW, der University of Leeds und der TUDelft durchgeführt und nun in der Fachzeitschrift „Applied Ergonomics“ veröffentlicht.
Möchten Sie mehr über die Evaluation der Trainings erfahren? Die Veröffentlichung ist bis zum 19.11.2026 hier frei zugänglich.
- September
2026 Veröffentlichung in Transportation Research zu neuer Messmethode für Situationsbewusstsein beim automatisierten FahrenDas WIVW hat eine neue Methode zur Messung von Situationsbewusstsein beim automatisierten Fahren veröffentlicht.
Die sogenannten „Kann-Szenarien“ wurden spezifisch dafür entwickelt, das Situationsbewusstsein von Fahrenden beim Fahren mit automatisierten Systemen der Stufen 2 und 3 zu bewerten. Dabei handelt es sich um Szenarien, die zwar von der Automation lösbar sind, aber insofern eine Herausforderung darstellen, als dass sich das System eher unkomfortabel bzw. unkooperativ im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern verhält. Ein Fahrender mit Situationsbewusstsein erkennt dies und reagiert proaktiv, indem er das System bewusst deaktiviert oder vorübergehend übersteuert. Ein solches Eingreifen des Fahrers ist kein „MUSS“, sondern ein „KANN“. In dieser Hinsicht stellen diese Szenarien eine neue Methode zur Bewertung des Situationsbewusstseins dar.
Die Publikation in Transportation Research beschreibt die durchgeführte Simulatorstudie und deren Ergebnisse. Sie ist bis zum 22.10.2026 hier noch kostenfrei verfügbar.
 
- September
2026 Präsentation auf dem CAR 2 CAR Forum in Helmond (Niederlande)Wie kann die Forschung zur Motorradsicherheit auch Autofahrenden zugutekommen?
Beim diesjährigen CAR 2 CAR Forum, das am 13. und 14. Oktober 2026 in Helmond, Niederlande, stattfindet, widmet sich das WIVW genau dieser Frage. Im Rahmen des Forums präsentiert das WIVW folgenden Beitrag:
„Putting Riders in the Loop: Human Factors Contribution to Safe Cooperative Systems“
Die Herausforderungen des heutigen Straßenverkehrs lassen sich nicht lösen, wenn einzelne Verkehrsteilnehmende und Verkehrsmittel isoliert betrachtet werden. Der Austausch und die Zusammenarbeit über Verkehrsmittelgrenzen hinweg sind entscheidend für die Entwicklung sicherer und kooperativer Mobilitätssysteme.
Die Präsentation gibt Einblicke in eine Reihe von Forschungsaktivitäten, die am WIVW im Auftrag des Connected Motorcycle Consortiums (CMC) durchgeführt wurden. Im Fokus steht dabei die Gestaltung von Warnungen für C-ITS-basierte Assistenzsysteme für Motorräder. Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse auf den Automobilbereich übertragen und aufgezeigt, wie Erkenntnisse aus der Motorradsicherheitsforschung auch zu sichereren Systemen für Autofahrer beitragen können – und umgekehrt.
Das CAR 2 CAR Forum bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Politik, Infrastruktur, Wissenschaft und weiteren Bereichen zusammen. Damit bietet das Forum eine ideale Plattform, um unterschiedliche Perspektiven auszutauschen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie die Zukunft kooperativer und vernetzter Mobilität gestaltet werden kann.
Weitere Informationen und Anmeldung: CAR 2 CAR Forum
- August
2026 WIVW-Vortrag im Rahmen des Pre-Online Events der Safetronic KonferenzAnforderungen hinsichtlich menschlicher Faktoren (Human Factors) für die Gebrauchssicherheit von Level 2/2+ Systemen gewinnen zunehmend an Bedeutung (z. B. die UN-ECE-Regelung R171 für DCAS). Allerdings fehlen in diesen Vorschriften definierte Akzeptanzkriterien und standardisierte Testprotokolle zum Nachweis der Konformität.
In unserem Vortrag stellen wir einen systematischen Rahmen vor, mit dem sich HMI-Anforderungen aus spezifischen menschlichen Fehlern ableiten lassen und erörtern entsprechende Validierungsprotokolle. Es wird ein beispielhafter Ansatz zum Nachweis der Konformität für DCAS (UN R171) vorgestellt, der insbesondere auf die Vorgabe einer empirischen Validierung durch standardisierte Benutzertestprotokolle eingeht.
Es werden offene methodische Fragen diskutiert, beispielsweise die Herausforderungen bei der Erfassung von Human-Factors-Aspekten wie übermäßiges Vertrauen und vorhersehbarer Fehlgebrauch. Zudem wird ein Vorschlag für eine umfassende Bewertungsstrategie über den gesamten Produkt-Lebenszyklus zur Diskussion gestellt.
Folgen Sie diesem Link, um kostenlos an diesem interaktiven Online-Format am 28. September 2026 zwischen 16:00 und 18:30 Uhr teilzunehmen.
- August
2026 EVEREST Online UmfrageDraußen sind es 30 °C, und Sie steigen auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Ihr stark aufgeheiztes Auto ein. Würden Sie die Klimaanlage auf die höchste Stufe stellen, die Fenster öffnen oder beides? Was würden Sie tun, wenn Sie sehen würden, dass die Reichweite Ihres Elektrofahrzeugs aufgrund der Klimaanlage rapide sinkt?
WIVW ist Partner im EU-Forschungsprojekt EVEREST. Im Rahmen dieses Projekts beschäftigen wir uns mit der Optimierung des Klimakomforts in zukünftigen Fahrzeugen.
Durch eine Online-Umfrage möchten wir gerne erfahren, wie Autofahrer in ganz Europa mit sehr kalten und auch sehr heißen Außentemperaturen umgehen und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Die Umfrage war bis Ende September 2026 online und wurde von mehr als 800 Personen aus verschiedenen europäischen Ländern befüllt.
Dieses Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „HORIZON EUROPE“ der Europäischen Union unter der Förder-Nr. 101269943 finanziell unterstützt.
- Juli
2026 Kooperation mit Polizeipräsidium Unterfranken im Rahmen einer Kampagne gegen Ablenkung im StraßenverkehrUnter dem Titel „AUGENBLICK – Ablenkung hat viele Gesichter“ hat das Polizeipräsidium Unterfranken eine Kampagne gegen Ablenkung im Straßenverkehr gestartet. Fünf in der Region bekannte Sportler und Sportlerinnen, wie z.B. der Biathlet Philipp Nawrath oder Alen Pjanic von den Fitness-First Würzburg Baskets, präsentieren in Videos die Risiken von Ablenkung in ihrer Sportart und im Straßenverkehr. Die Kampagne will das Bewusstsein für ein erhöhtes Unfallrisiko sowohl bei der Nutzung von Smartphones, aber auch durch andere Ablenkungsquellen, wie Essen und Trinken, Unterhaltungen mit Beifahrern oder Tagträumen erhöhen und einfache, aber effektive Verhaltensänderungen vermitteln. Die Kampagne wird über Videos in Social Media, Flyern und Plakaten, Infoständen in Innenstädten und gezielten Vorträgen in Schulen verbreitet. Das WIVW begleitet die Kampagne wissenschaftlich, u.a. mit der Entwicklung gezielter Befragungen, die eine kontinuierliche Bewertung der Wirksamkeit der einzelnen Kampagnenbausteine ermöglicht. Weitere Infos zur Kampagne finden Sie hier.