unserer Themenfelder
Willkommen am Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften (WIVW GmbH)!
Ihr Partner für innovative Human-Factors-Forschung im Bereich der Verkehrswissenschaften
Unser interdisziplinäres Team aus Fachleuten der Bereiche Psychologie, Ingenieurwissenschaften und Informatik unterstützt Sie kompetent als Forschungspartner im Bereich Human Factors. Wir adressieren komplexe Forschungs- und Entwicklungsfragen von Marktführern in der Mobilitätsbranche und sind Partner in zahlreichen öffentlich geförderten nationalen und internationalen Großprojekten.
Individuelle Fahrsimulationslösungen für Wissenschaft und Ausbildung
Basierend auf unserer eigens entwickelten Software SILAB® entwerfen, implementieren und vertreiben wir individuelle Simulator- und Simulationslösungen. SILAB wurde speziell für wissenschaftliche Zwecke konzipiert und wird in enger Zusammenarbeit mit unseren Anwendern kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Forschung und Entwicklung ermöglicht dies auch den zielführenden Einsatz von Fahrsimulatoren für Trainings und Fahrausbildung.
Aktuelles
- April
2026 WIVW auf der Safety Week: Wege aus dem Komplexitäts-Paradoxon bei ADASVom 14. bis 16. April trafen sich in Frankfurt/Hanau führende Expertinnen und Experten der automobilen Sicherheit zur diesjährigen Safety Week. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den interdisziplinären Austausch entlang der gesamten Mobilitätskette – von Industrie über Forschung bis hin zu Regulierung und Bewertung.
Das WIVW beteiligte sich mit einem Fachvortrag zum Thema „Managing Complex ADAS – User Perspectives & Challenges to Proof Regulatory Compliance“. Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale Herausforderung moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS): Wie lassen sich Sicherheit und regulatorische Konformität gewährleisten, wenn die Systemkomplexität aus Nutzersicht kontinuierlich zunimmt?
Der Beitrag beleuchtete insbesondere das Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und Nachweisbarkeit von Sicherheit. Mit zunehmender Automatisierung – insbesondere bei Systemen der Level 2, Level 3 und Level 4 – steigen nicht nur die funktionalen Anforderungen, sondern auch die Erwartungen an transparente, robuste Bewertungs- und Zulassungsprozesse.
Im Rahmen der Veranstaltung entwickelte sich ein intensiver fachlicher Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern führender Automobilhersteller (OEMs), Zulieferer, Forschungseinrichtungen, Behörden, Versicherungen sowie der Euro NCAP. Diskutiert wurden konkrete Ansätze, um den steigenden Anforderungen an Sicherheit in einer zunehmend komplexen Systemlandschaft zu begegnen.
Die Safety Week unterstrich damit einmal mehr die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit aller Akteure, um tragfähige Lösungen für die sichere Einführung zukünftiger Fahrzeuggenerationen zu entwickeln.
 
- April
2026 WIVW als Gastgeber des Connected Motorcycle Consortiums CMCWie lässt sich die Wirksamkeit von C-ITS-Anwendungen bei der Verringerung von Unfällen, der Milderung ihrer Folgen und der Verbesserung des Komforts genau abschätzen?
Das Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften richtete im März einen Workshop aus, bei dem Motorradhersteller und Forscher aus verschiedenen Disziplinen zusammenkamen, um über Themen der Motorradsicherheit zu diskutieren. Der Schwerpunkt des Workshops lag auf der Entwicklung einer Simulationsumgebung zur Abschätzung der Wirksamkeit sog. C-ITS-Anwendungen bei der Verringerung der Häufigkeit und Schwere von Unfällen, der Milderung ihrer Folgen und der Verbesserung des Fahrkomforts. Diese Cooperative Intelligent Transport Systems (C-ITS) erhalten Informationen durch die Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern oder der Infrastruktur.
Das WIVW trägt zu diesen Bemühungen bei, indem es Modelle zum Fahrerverhalten entwickelt, die auf Probandenstudien im Motorrad-Fahrsimulator basieren. Diese Modelle sind für die Generierung realistischer Sicherheitsbewertungen in der Simulationsumgebung unerlässlich. Dieser kooperative Ansatz zwischen Industrie und Forschung ist eine zentrale Stärke des Connected Motorcycle Consortiums (CMC), um die Sicherheit von Motorradfahrern voranzubringen.
 
- März
2026 Verkehrsausschuss der IHK Würzburg-Schweinfurt tagt am WIVWIn der vergangenen Woche traf sich der Verkehrsausschuss der Industrie- und Handelskammer IHK Würzburg-Schweinfurt am WIVW. Nach einer umfassenden Firmenpräsentation und einem detaillierten Bericht über die vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am WIVW diskutierte der Ausschuss u.a. über die beschleunigte Grundqualifikation für Berufskraftfahrer sowie das aktuelle Gesetzgebungsverfahren zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz (InfZuG).
Rund 25 Teilnehmer aus mainfränkischen Städten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen konnten anschließend die moderne Forschungsinfrastruktur des WIVW kennenlernen. Dabei erlebten die Gäste die Pkw- und Motorradsimulatoren und konnten sich an den SILAB TE Simulatoren zur simulatorgestützten Lkw-Fahraus- und -weiterbildung direkt selbst hinter das Steuer setzen.
Fotos: Simon Suffa
 
- März
2026 Neue Veröffentlichung: Handbook Assisted and Automated Driving
Wie beeinflusst die Fahrdynamik von Motorrädern, die Entwicklung und Applikation von Assistenzsystemen? Worin unterscheidet sich die Gestaltung von Anzeige- und Bedienkonzepten vom Pkw-Sektor und welche Rolle spielen Motorradfahrsimulatoren in Bezug auf künftige Trends der Motorradsicherheit?
Das im wissenschaftlichen Kontext etablierte Standardwerk Handbuch Assistiertes und Automatisiertes Fahren ist nach der vierten deutschen Auflage nun auch in einer englischen Fassung verfügbar. Das umfassende Grundlagenwerk Handbook Assisted and Automated Driving bietet einen fundierten Überblick über Aufbau, Funktionsprinzipien und Systemarchitekturen moderner Fahrerassistenz- und Automatisierungssysteme. Neben technologischen Grundlagen werden Entwicklungs- und Testmethoden ebenso behandelt wie angrenzende Themenfelder – etwa die nutzerzentrierte Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen. Die Kapitel zu Nutzfahrzeugen und Motorrädern wurden für die aktuelle Ausgabe grundlegend überarbeitet.
Das WIVW war gemeinsam mit Kollegen der Robert Bosch GmbH (Bosch 2WP), BMW Motorrad und KTM F&E federführend am Kapitel „Motorcycle Riding Assistance Systems“ beteiligt. Dieses Kapitel bietet einen aktuellen Überblick zu Technologien, Forschungsmethoden und zentralen Fragestellungen der Zweiradsicherheit. Neu aufgenommen ist zudem ein Kapitel zur Rolle von Motorradfahrsimulatoren in der aktuellen und künftig noch stärker digitalisierten Fahrzeugentwicklung.
Wir freuen uns besonders, dass das Buch als Open-Access-Version veröffentlicht wurde und hier frei verfügbar ist.
 

- Februar
2026 Veröffentlichung zu Nutzeranforderungen an das Schlafen bei automatisierter Fahrt
Würden Sie während einer automatisierten Fahrt schlafen wollen? Und wenn ja: Wie würden Sie geweckt werden wollen?
Im Projekt SALSA hat das WIVW diese Fragen gemeinsam mit Audi in einer Online-Studie untersucht, deren Ergebnisse nun im Journal Theoretical and Applied Ergonomics veröffentlicht wurden. 280 Teilnehmende reisten in der Studie gedanklich in die Zukunft und versetzten sich in die Situation, wie es wäre, in einem automatisierten Fahrzeug über eine längere Strecke schlafen zu können, z.B. auf dem Weg in die Arbeit oder bei einer Reise in den Urlaub.
Die Ergebnisse zeigen: 40% der Fahrerenden würden gerne schlafen. Bei jüngeren Befragten war das Potenzial noch größer.
Aber was ist, wenn das automatisierte Fahrzeug technisch an seine Grenzen stößt? In diesem Fall wollen viele Fahrerende nicht anhalten, sondern das Fahrzeug während der Fahrt übernehmen. Die Teilnehmenden wünschten sich Unterstützung durch das Fahrzeug, um möglichst schnell wieder fahrbereit zu sein.
Im weiteren Verlauf von SALSA untersucht das WIVW anhand von mehreren Probandenstudien im Fahrsimulator, wie sich die Fahrbereitschaft nach dem Schlafen durch moderne Innenraumkonzepte erhöhen lässt.
Die Veröffentlichung ist hier frei verfügbar.
Das Projekt SALSA wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und von der TÜV Rheinland Group betreut.
 

- Februar
2026 Erfolgreiches SALSA HalbzeiteventSALSA Halbzeitevent erfolgreich abgeschlossen!
Wir freuen uns, Teil des erfolgreichen Halbzeitevents zum Projekt SALSA (Smarte, Adaptive und Lernbare Systeme für Alle) in der Schwabenlandhalle in Fellbach gewesen zu sein. Das Event bot spannende Einblicke in die Forschung zur Akzeptanz automatisierter und autonomer Fahrzeuge im Mischverkehr. Erste Erkenntnisse aus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Projektmitglieder wurden in unterschiedlicher Form zu einer Vielzahl von Themen dargeboten, die in SALSA abgedeckt werden.
Ein von WIVW und studiokurbos entwickeltes Konzept zur Wissensvermittlung für eine komplexe Fahrautomation konnte anhand eines Demonstrators in SILAB erlebt werden – ein praxisnahes Beispiel für die innovative Forschung, die im SALSA-Projekt vorangetrieben wird. Darüber hinaus präsentierte das WIVW erste Ergebnisse aus weiteren Studien zur Akzeptanz automatisierter Fahrzeuge im Mischverkehr, zum Einfluss von Schlaf während der automatisierten Fahrt auf die nachfolgende manuelle Fahrt und zu einer konkreten Maßnahme zur Unterstützung des Aufwachprozesses.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden und Projektmitglieder, die diese Veranstaltung zu einem vollen Erfolg gemacht haben!
Das Projekt SALSA wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.